Präventionsprojekt s*ven spricht neue Zielgruppen an

Feiern zum Christopher Street Day starten in Niedersachsen

 

Hannover/Osnabrück/Wilhelmshaven. In Niedersachsen beginnt die Saison der Feiern zum Christopher Street Day (CSD). Den Auftakt markieren die CSD-Paraden in Osnabrück und Wilhelmshaven am 28. Mai. Hannover folgt mit Veranstaltungen am 4. und 5. Juni, Oldenburg am 18. Juni. In Göttingen, Braunschweig, Papenburg und Goslar gibt es bis September weitere Events. „Wir wollen unsere Communitys sichtbar machen und setzen uns bei den CSD-Aktionen bunt, laut und friedlich für Toleranz, Akzeptanz und Mitmenschlichkeit ein“, sagt die Geschäftsführerin der Aidshilfe Niedersachsen, Christin Engelbrecht, in Hannover.

 

Der Christopher Street Day ist der Fest- und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*Menschen, Intergeschlechtlichen sowie allen Menschen, die sich dem queeren Spektrum zugehörig fühlen. Ursprung ist der 28. Juni 1969, als sich Homosexuelle und trans*Menschen in New York einer Polizei-Razzia in der Christopher Street wiedersetzen. Im Gedenken an diesen Tag gehen seitdem queere Personen auf der ganzen Welt für ihre Rechte und gegen Diskriminierung auf die Straße.

 

Längst betreffen die politischen Ziele des CSD nicht mehr nur homosexuelle Menschen, sondern alle, die sich nicht in der zweigeschlechtlichen oder heterosexuellen Gesellschaft verordnen. Deshalb richtet sich auch das bisherige HIV-Präventionsprojekt SVeN der Aidshilfe Niedersachsen neu aus: Waren bisher hauptsächlich Männer, die Sex mit Männern haben, angesprochen, wird die Arbeit nun erweitert auf Prävention vor sexuell übertragbaren Krankheiten für sämtliche queere Gruppen.

 

„Wir erweitern die Inhalte und die Zielgruppen unserer Aufklärungsarbeit, da es wichtig ist, unsere Präventionsbotschaften in allen queeren Communitys zu verbreiten“, erklärt Pascal Vergne, Landeskoordinator von s*ven. Neben dem HI-Virus gibt es viele andere sexuell übertragbare Krankheiten, über die die Aidshilfe aufklärt und vor denen sich vulnerable Gruppen wirkungsvoll schützen können, zum Beispiel Chlamydien, Syphilis, Hepatitis B und C.

 

Aus SVeN wird daher s*ven – der Name steht für „Sexuelle Vielfalt erregt Niedersachsen“. Landesweit organisieren sog. s*ven-Koordinator*innen in dem Projekt Treffen, Austauschmöglichkeiten und informieren zu Gesundheitsthemen. Zudem hat s*ven seit der Corona-Pandemie das digitale Projekt „Tummelt euch“ zur Vernetzung und zum Austausch geschaffen: www.svenkommt.de/tummelteuch

 

Mehr Fakten und Termine gibt es unter www.svenkommt.de