Sommerloch - Ein Regenbogen auf den Straßen

Nachschau des Sommerloch-Festivals in Braunschweig

Die Straßen sind leer, keine Massen mit Regenbogen, kein Fest, das feiert und aufklärt.
Aber halt … eine kleine Enklave hat sich in Braunschweig zum Sommerloch-Festival doch gebildet und machte in Coronazeiten das Beste aus der Situation.

Mit Video-Botschaften an die Menschheit appelliert

Begonnen hat das Festival mit Grußbotschaften, die dieses Jahr virtuell geteilt wurden. Auch die Botschaft von SVeN war mit dabei. Da das aber nur einen Tropfen auf den heißen Stein bedeutet, gab es weitere Aktion an verschiedenen Plätzen.

Zum Beispiel wurde am Freitag ein kleines Grillevent auf dem St. Michaelis-Kirchplatz von Onkel Emma gestartet, und von SVeN sowie der Braunschweiger AIDS-Hilfe unterstützt. Wir schätzten hier etwa 100 bis 120 Menschen, die sich verköstigen und gleichzeitig aufklären ließen.

Außerdem stand sonntags eine schwule Stadtführung auf dem Programm.

Mario Wenzel-Becker führte im Auftrag von SVeN etwa 25 Personen durch Braunschweig und erzählte viel über schwule Stadtgeschichte von gestern und heute.

Alle Menschen ergeben einen Regenbogen

Der Höhepunkt war am Samstag. Die Veranstalter nutzten den Schlossplatz für eine Ausstellung, die informierte und zu Gesprächen anregte. Eine Videoinstallation präsentierte die Videos der Community.
Und gegen 13 Uhr bildete sich eine lebende Regenbogenflagge in Form von bunten T-Shirts an den Besucher*innen. Die Farben wurden in der Reihenfolge der Flagge sortiert, die daraufhin nicht nur die Buntheit, sondern auch die Vielfalt unserer Community darstellte. Jede einzelne Person ist wichtig, sonst fehlt ein Stück.

Wir freuen uns, dass dieses Fest doch noch wahr werden konnte und soviel Anklang außerhalb und innerhalb der Szene gefunden hat.

 

Bild: Solo 2020 der Braunschweiger Aidshilfe