Kris

„Ich startete … und dann kam Corona!“

Kris ist seit über einem halben Jahr nun Koordinator bei SVeN und wir wollten einmal von ihm wissen, wie es so ist – Teil des Teams bei SVeN zu sein. Seine Antwort erzählt von einer tollen Wendung und natürlich von Corona – und den damit verbundenen Chancen:

Der Start ins Jahr war super. Das Team und der Tätigkeitsbereich war genau das, was ich mir vorgestellt hatte und ich habe mich von Anfang an in der neuen Stadt und am neuen Arbeitsplatz pudelwohl gefühlt.
Ab März wollte ich dann richtig durchstarten – und dann kam Corona und machte mir ein bisschen einen Strich durch die Rechnung.
Viele geplante Veranstaltungen konnten nicht, oder in abgespeckter Form, stattfinden. Als regelmäßiger Termin blieb nur der Kneipenabend im Onkel Emma – dem queeren Zentrum Braunschweigs. Hier bin ich mit meinem Team aus drei Ehrenamtlern auch weiterhin regelmäßig jeden Monat tätig gewesen. Dort laufen auch Specials, wie das Oktoberfest und Halloween, richtig gut.

Mein erstes größeres Projekt im SVeN-Netzwerk war die Konzeption eines Fetisch- und SM-Workshops für queere Jugendgruppen. In einer kleinen Arbeitsgruppe haben wir die Details ausgearbeitet, und das Ergebnis im Rahmen eines Workshop-Tags in Hannover präsentiert und die Methode ausprobiert. Der rege Austausch in der Gruppe und die Arbeit am gemeinsamen Ziel sind für mich dabei sehr motivierend. Sie machen viel Spaß.

Natürlich überschneiden sich immer wieder Aufgabengebiete mit meinen anderen Tätigkeiten in der Braunschweiger AIDS-Hilfe. Insbesondere bei der Testberatung sowie bei meiner Arbeit im Gefängnis kommt es zu Überschneidungen, die durch meine Personalunion allerdings unproblematisch sind.

Ich hoffe, dass nach Corona, wann auch immer das sein wird, wieder mehr (persönliche) Begegnungen und Veranstaltungen möglich sein werden, wo mein Team und ich die Prävention wieder in den Vordergrund stellen können. Dafür haben wir bereits etwas vorgearbeitet – seid gespannt auf unsere Ideen!

Insgesamt fühle ich mich bei SVeN super wohl und freue mich auf eine noch engere Zusammenarbeit. Insbesondere die derzeitige Corona-Situation bietet – neben vielen Problemen – auch viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung digitaler Kommunikation. Das kann besonders für ein Netzwerk wie SVeN mit der überregionalen Aufstellung über ganz Niedersachsen von Vorteil sein.