Coming Out in Goslar

SVeN und die Aidshilfe Goslar luden am 11. Oktober ein, den Coming-Out-Tag gemeinsam in Goslar zu feiern.

Neben dem lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* oder queeren Coming Out hat die Aidshilfe Goslar dieses Jahr auch auf ein weiteres schwieriges Coming Out aufmerksam gemacht. Das Coming Out von Menschen mit HIV.

Offen und selbstverständlich mit HIV zu leben, ist auch heute für viele Menschen schwer. Nicht ohne Grund. Die gerade veröffentliche Studie „positive stimmen“ in der ca. 1500 Menschen nach ihren Diskriminierungserfahrungen gefragt wurden, zeigt, dass 95% in den letzten 12 Monaten vor der Befragung diskriminierende Erfahrungen wegen ihrer HIV-Infektion gemacht haben. Dabei geht es um sexuelle Zurückweisung, Behandlungsverweigerung beim Arzt, Benachteiligungen am Arbeitsplatz und vieles mehr.

Bei Kaffee und Kuchen schufen die Mitarbeiterinnen der Aidshilfe eine ideale Atmosphäre zum entspannten Erfahrungsaustausch auch zum Thema HIV. Die gerade erschienene Broschüre „positive stimmen 2.0“ half mit ihren Zahlen und Fakten. Für die Teilnehmenden war der gemeinsame Nachmittag ein großes Gewinn und wohltuende Erfahrung.

In diesem Rahmen stellte die Aidshilfe auch die Kampagne „selbstverständlich positiv“ vor. Die Kampagne will HIV-positiven Menschen Mut machen, selbstverständlich und offen mit ihrer Infektion zu leben. Übrigens gibt es auch einen Podcast, in dem Menschen von ihren Erfahrungen und den Herausforderungen des Lebens mit HIV erzählen. Mehr Informationen zur Kampagne der Deutschen Aidshilfe und den Podcast gibt es im Internet.

Informationen zu der Studie zu HIV-bezogener Diskriminierung.

Dank gilt den engagierten Mitarbeiter:innen und zahlreichen Gäst:innen für die rege Beteiligung sowie der Goslarschen Zeitung für die mediale Unterstützung.